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Die Dauerkritik an der Bürokratie lässt das Vertrauen in den Staat erodieren. – Sozialtheoristen
(sozialtheoristen.de)
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Sorgt halt dafür, dass fast alles korrekt und relativ fair abläuft. Wenn ich warten muss, aber dafür nicht durch Willkür gefickt werde, ist es mir das Wert.
Wartezeiten sind im Moment komplett außer Kontrolle. Das kleine Familienhotel gegenüber wurde angemahnt, weil keine Feuertreppe vorhanden war. Also wollte man eine bauen, wofür natürlich ein Bauantrag von Nöten ist. Das war vor 7 Jahren. Der Antrag ist immer noch nicht angenommen.
Anderes Ding: Meine Partnerin wollte eine Verpflichtungserklärung für einen Besucher aus dem Ausland abgeben, hat dafür 4 Monate Vorlauf eingeplant. Der Antrag ist ein Jahr später immer noch nicht bearbeitet worden.
Eine andere Bekannte wartet seit über einem Jahr auf die Verlängerung ihres Aufenthaltstitels. Bisher hat sie nur einen vorläufigen Wisch, der ihr nicht mal erlaubt, die Landesgrenzen zu verlassen.
Das ist alles wahnsinnig scheiße und frustrierend. Es könnte alles deutlich besser klappen, auch ohne Willkür. Wobei diese langen Verfahren auch nicht vor Willkür schützen.
Der Höhepunkt ist aber, dass dir manchmal ein Amt zurückschreibt, dein Antrag sei unvollständig, aber dann keinerlei Hinweise darauf gibt, was fehlt. Das kann einfach nicht sein.
Bei manchen Sachen ist halt die Wartezeit genau das Problem, z.B. bei allem was Einwanderung betrifft (Arbeitserlaubnis usw.). Da gibt es natürlich auch Willkür im Ergebnis, aber selbst Hochqualifizierte (also die "guten", die selbst Friedrich Merz eigentlich nicht remigrieren will (oder es zumindest nicht sagt)) müssen oft monatelang auf basic shit wie Verlängerung einer Arbeitserlaubnis warten und können in der Zeit oft nicht arbeiten. Und da gehen ja auch Steuergelder verloren, wenn die Leute dann kein Einkommen haben.
Teilweise kann ich das Gejammer auch bei Unternehmern nachvollziehen, gerade bei sehr kleinen Betrieben scheint der Arbeitsaufwand für Bürokratie teilweise ein ziemlich großes Problem zu sein.
Das soll natürlich beides nicht heißen, dass man die Regeln einfach abschaffen soll, aber wenn man als Staat Bürokratie haben will muss man den Behörden auch ausreichend Ressourcen geben und das alles halbwegs effizient und angemessen gestalten.
Das mit der Arbeitserlaubnis ist tatsächlich verwirrend. Wenn ich es richtig verstehe, ist der Hauptzweck eigentlich die Arbeitnehmer selbst zu schützen. Man will sicherstellen, dass sie gleiche Arbeitsbedingungen und Lohn bekommen. Arbeitgeber könnten sonst unwissende Ausländer ausnutzen.
Finde ich jetzt nicht mega verwirrend. Ist halt eine grundsätzlich sinnvolle Bürokratie, der es extrem an Ressourcen mangelt um nicht komplett scheiße zu sein. Und an Ressourcen mangelt es, weil die Regierungen in den letzten Jahrzehnten die Immigrationsbehörden systematisch unterfinanziert haben (wohlgemerkt zum Nachteil der Staatskassen, denn Ausländer die nicht arbeiten dürfen zahlen kaum Steuern), höchstwahrscheinlich aus populistischen Gründen.
Wir befinden uns immer noch in Deutschland, jetzt warte gefälligst, während Du durch Behördenwillkür gefickt wirst.
Hochachtungsvoll
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